Samuel Lev ist bei den Europäischen Olympischen Jugend-Winterspielen in Finnland bis an seine Grenzen gegangen – und darüber hinaus.

Nach der Ankunft in Lahti setzte ihn ein Magen-Darm-Virus außer Gefecht.
„Ich konnte zwei Tage nichts essen, so schlimm hat es mich noch nie erwischt. Eigentlich habe ich gedacht, dass ich nicht starten kann.“

Dank der guten Versorgung durch Physiotherapeut Christoph Walter und den eigens vom ÖOC aus Österreich mitgebrachten Medikamenten schaffte Lev das Unmögliche.
„Am Tag vor dem Bewerb haben wir beschlossen, dass ich zumindest einmal das Springen mache“, schildert der 19-jährige Kärntner.
Der 5. Zwischenrang war dann zu verlockend. „Ich habe mir gedacht, ich versuche es einfach. Mehr als ein kurzer Zwischenstopp am Rang der Loipe hätte nicht sein können.“

Auf den ersten zwei der drei Zwei-Kilometer-Runden im Lahti Sports Center hielt sich Lev stark, kämpfte um Platz 5. In der finalen Runde spürte er die letzten Tage: „Irgendwann war ich leer, am Ende war es sehr zäh. Aber ich habe mich gut durchgekämpft.“ Der erste Weg nach dem Bewerb führte in ein ruhiges Eck, der Magen machte noch einmal Probleme.

Platz 8 und nur 41 Sekunden Rückstand fühlten sich für den Schieflinger an wie ein Sieg.
„So etwas habe ich noch nie erlebt, aber es war eine neue Erfahrung, eine Überwindung und ein Grenzgang. Ich bin einfach jemand, der nie aufgibt und hoffe, dass mich das stärker macht.“

Vielleicht schon für Freitag, denn dann steht der Mixed-Team-Bewerb auf dem Programm.

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